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Fall 2: Restrukturierung/vorzeitige Pensionierung
Fragestellung
Einer Mitarbeiterin, welche seit 30 Jahren in der Firma beschäftigt ist, wird mitgeteilt, dass ihre Abteilung aufgelöst werden und sie ihren Arbeitsplatz verlieren wird. Sie habe die Möglichkeit, sich für eine vorzeitige Pensionierung zu entscheiden. Zur Unterstützung beim Entscheidungsprozess wird ihr die Leistung der Sozialberatung empfohlen.
Erstgespräch
Die Mitarbeiterin meldet sich selbständig bei der Sozialberaterin. Sie möchte die verschiedenen Möglichkeiten durchbesprechen, welche ihr offenstehen. In diesem ersten Gespräch ist es für sie auch wichtig, erst einmal offen über ihre Gefühle reden zu können. Sie ist sehr verletzt, dass sie nach so langer Zeit im Dienst der Firma nun plötzlich nicht mehr gebraucht werden soll.
Situationsanalyse
Die Mitarbeiterin hat folgende Möglichkeiten:
Sie kann die vorzeitige Pensionierung annehmen, unterstützt durch eine Überbrückungsrente der Firma, aber mit einer Einbusse auf der lebenslangen Rente. Weiter kann sie sich kündigen lassen, die Leistungen der Arbeitslosenversicherung in Anspruch nehmen und versuchen, eine neue Stelle zu finden. Als letztes steht ihr die Möglichkeit offen, innerhalb der Firma eine andere Arbeitsstelle zu finden.
Verlauf
Mit Hilfe der Sozialberaterin erstellt die Mitarbeiterin ein Budget für ihre Lebenskosten und vergleicht dieses mit den Beträgen der verschiedenen oben erwähnten Leistungen. Sie besprechen zusammen auch die Auswirkungen auf den Alltag und die Befindlichkeit der Mitarbeiterin. So kann sie sich nicht vorstellen, schon in Pension zu gehen, da ihr der Gedanke, nicht mehr zu arbeiten, fern liegt und sie sich erst langfristig damit befassen muss. Die Inanspruchnahme der Arbeitslosenversicherung kommt für die Mitarbeiterin erst als allerletzte Möglichkeit in Frage; so entscheidet sie sich dazu, intern eine andere Stelle zu suchen und meldet das der Personalverantwortlichen.
Abschluss
Die Mitarbeiterin kann sich tatsächlich für eine Stelle in einer anderen Abteilung bewerben und bekommt sie auch. Sie hat so die Möglichkeit, ihre Pensionierung noch einige Zeit hinauszuschieben. Die Tatsache, dass sie sich mit einer Lebensumstellung und den damit verbundenen Entscheidungen befassen musste, hat ihr aber auch klargemacht, dass der Alltag nicht für immer so weitergehen wird wie bisher und sie sich auf Änderungen einlassen muss. Die Begleitung und Unterstützung der Sozialberaterin bei diesen Entscheidungsprozessen waren der Mitarbeiterin eine grosse Hilfe und haben die Personalabteilung stark entlastet. 
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Ernst nehmen der Anliegen von Mitarbeitenden
Neutrale Unterstützung von aussen
Positive Wirkung auf die Firmenkultur 
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